Advent · Glaube · Religion

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Es ist wieder mal so weit: wir befinden uns mitten im Advent. Nur noch drei Wochen bis Weihnachten. Der Advent sollte eigentlich eine Zeit sein, in der man zur Ruhe findet. „Besinnlich“ sagt man so schön. Eine Zeit mit Kerzenschein, ruhiger Musik, gemütlichem Bummeln über den Weihmachtsmarkt und ganz viel Zeit mit der Familie. 
Die Realität sieht da oft anders aus. In meiner Wohnung stehen zwar ein paar Kerzen, aber ich habe kaum Zeit sie anzuzünden. Gerade überlege ich, ob ich heute wohl noch Zeit finde, über den örtlichen Weihnachtsmarkt zu hetzen. Außerdem bin ich anstatt besinnlich zu sein eher im Kopf angestrengt damit beschäftigt, wer was geschenkt bekommt und wann ich wo die Dinge besorgen kann. Ach und Zeit mit der Familie? Mein Mann und ich versuchen uns gerade den ein oder anderen Abend freizuschaufeln, um Zeit miteinander zu verbringen. Da wären nämlich diverse geschäftliche Weihnachtsfeiern und Termine, die in der Adventszeit verstärkt wahrzunehmen sind. 
Und ich habe völlig vergessen den Krankenstand auf der Arbeit zu erwähnen, der den Schichtplan durcheinander bringt und besondere Organisation erfordert. 
Von besinnlicher Vorbereitung auf ein ruhiges Weihnachtsfest ist nicht allzu viel zu spüren und ich bin mir sicher, dass dies fast Jedem so geht. 
Aber gerade deshalb wäre es eigentlich an der Zeit, sich nochmal Gedanken über die eigentliche Bedeutung der Vorweihnachtszeit zu machen. Das Wort Advent kommt vom lateinischen „adventus“ und wurde früher für die Ankunft von Würdenträgern (beispielsweise Königen) genutzt. Und genau das ist an Weihnachten passiert. Der König dieser Welt kam zu uns, wurde ein Mensch. Das feiern wir in etwa drei Wochen und eigentlich sollte ich mich genau darauf auch vorbereiten und mich nicht von Geschenken, Betriebsfeiern und Hektik ablenken lassen. 
Denn so sehr ich Weihnachten mit all den Geschenken und dem guten Essen schätze. Ich möchte mir dieses Jahr im Advent darüber klar werden, dass es ursprünglich nicht darum geht und möchte mich neu auf den ausrichten, um den es tatsächlich geht: den König, der auf dieser Welt ankommt. 
Ich wünsche eine gesegnete Adventszeit.

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4 Kommentare zu „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

  1. Ich glaube, die Zeit, in die Jesus damals gekommen ist, ist der unseren gar nicht so unähnlich … es war extrem stressig in Bethlehem, alle Hotels ausgebucht, die Angestellten hatten alle Hände voll zu tun, die Hirten auf dem Feld waren auch gerade bei der Arbeit als der Engel kam …
    Wer sich unterbrechen ließ, erlebte im Kleinen etwas ganz Großes! Dem, der in seiner Hektik gefangen war, entging dies.

    Gefällt 1 Person

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