Italien · Reisen · Urlaub · Venetien

Venetien #1

Demnächst geht es für mich wieder in meine zweite Heimat Italien, genauer gesagt nach Venetien oder wie die Italiener sagen ins Veneto.

Venetien ist eine Region in Norditalien, die von den Dolomiten bis zur südlicher liegenden Poebene reicht. Außerdem gehört ein Großteil des östlichen Ufers des Gardasees sowie die obere Adria und Venedig zu der Region.

Bei Touristen sind wohl der Gardasee und Venedig, die Hauptstadt Venetiens, am Bekanntesten. Wer aber meint, er hätte mit diesen zwei Zielen alles sehenswerte in der Region gesehen, liegt falsch. Von den Dolomiten über verschiedene kleine und größere Orte – Venetien ist wunderschön und enttäuscht, wie man es von Italien gewöhnt ist, auch kulinarisch nicht.
Da wohl jeder, der Venedig oder den Gardasee besuchen will, innerhalb weniger Minuten genug Informationen über diese Ziele findet um seinen Urlaub mehr als ausreichend zu füllen, möchte ich heute auf die weniger bekannten Orte und Ziele in Venetien eingehen.

Verona liegt östlich vom Gardasee und ist Hauptstadt der dazugehörigen Provinz. Diese Stadt wird wohl von meinen Tipps am bekanntesten sein, was man auch beim Aufenthalt dort merkt. Hier sind zwar im Vergleich zu beispielsweise Venedig weniger Touristen unterwegs, aber besonders am Haus von Julia tummelt es sich meist unter dem berühmten Balkon.

Ja, Julia aus Shakespeares Tragödie hat ein Haus in Verona. Die Authentizität dieses Hauses ist zwar anzuzweifeln, doch einen Besuch ist es gerade aufgrund der zentralen Lage in der Innenstadt wert. Shakespeare-Fans sollten jedoch keine zu großen Erwartungen mitbringen: Außer einem kleinen Hof, einem Balkon, einer Julia-Statue, einer vollgekritzelten Wand sowie einem Briefkasten für Briefe an Julia gibt es nicht allzuviel zu sehen. Wer also auf literarischen Hintergrund hofft, wird enttäuscht. Dafür sollen das Berühren der rechten Brust der Statue sowie das Verewigen des eigenen Namen sowie das des Partners angeblich Glück bringen.

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Während Julias Haus nicht alle Erwartungen erfüllt, läuft man bei der nächsten Sehenswürdigkeit hinsichtlich dessen keine Gefahr: die Arena. Sie ist zwar nicht so groß wie das Kolosseum in Rom, dafür aber noch gut erhalten. So gut, dass dort noch regelmäßig Operetten aufgeführt werden und Konzerte stattfinden.

Der Eintrittspreis ist fair und wenn man von der Tribüne in die Arena hinunterblickt, kann man Geschichte atmen.

Ebenfalls sehenswert ist das Castelvecchio (zu deutsch altes Schloss) mit der dahinterliegenden Ponte Pietra, einer Brücke aus der Römerzeit.

Auch darüber hinaus ist die Innenstadt sehr schön und man findet noch Kirchen und Türme zum besichtigen oder besteigen. Die Läden in der Innenstadt sind sehr interessant, allerdings benötigt man den passenden Geldbeutel dafür; zum Glück kostet schauen nichts!

Wer ein Stück aus der Innenstadt herausgeht findet neben ruhigeren Straßen beispielsweise den alten Wall der Stadt, auf dem die Möglichkeit zum spazieren gehen besteht oder kann von einem höher gelegenen Teil Veronas den Ausblick auf die Innenstadt genießen.

Fazit: Ein Besuch in Verona lohnt sich auf jeden Fall! Die Stadt ist nicht völlig überlaufen mit Touristen und bietet viele interessante Dinge.

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Der nächste Tipp ist tatsächlich recht unbekannt und eine kleine Perle Venetiens: Chioggia. 

Dies ist ein Fischerstädtchen südlich von Venedig. Es wird oft als „kleines Venedig“ bezeichnet und erinnert durch die vielen Kanäle und Brücken tatsächlich an die Lagunenstadt. Chioggia besticht durch seine Atmosphäre und ist für Leute, die sich daran erfreuen wollen und große Ansammlungen von Touristen vermeiden wollen genau das Richtige.

Auch im nächsten Ort finden wir vergleichsweise wenige Touristen: Asiago.

Die Kleinstadt gehört zur Provinz Vicenza und liegt bereits in den kleinen Dolomiten. Interessant dürfte sein, dass Asiago und die umliegenden Gemeinden deutsche Wurzeln haben, die aber im Laufe der Jahrhunderte fast vollständig „italianisiert“ wurden. Sehr abgelegen  gibt es aber noch die Nachfahren der damaligen Deutschen, die sogenannten Zimbern, die noch eine Art deutschen Dialekt sprechen.

Asiago bietet fast keine bemerkenswerten Attraktionen. Sehenswert ist das Denkmal für den Dolomitenkrieg, dessen Front Anfang des 20.Jahrhunderts durch Asiago lief. Das Denkmal ist gleichzeitig auch Grabstätte für damals gefallene Soldaten.

Doch nur deshalb empfehle ich Asiago natürlich nicht. Zusätzlich zu dem dort hergestellten Käse, dem Asiagokäse, ist nämlich auch die Gegend um Asiago wärmstens zu empfehlen. Besonders für Naturliebhaber und Bergfreunde.

Während man im Sommer hier wunderschön wandern kann, eröffnet sich im Winter ein kleines Paradies des Wintersports. Besonders Langlauf ist um Asiago herum gut möglich.

Geschichtsinteressierte kommen in der Gegend um Asiago auch über das Denkmal in Asiago hinaus auf ihre Kosten. An vielen weiteren Stellen kann man Schauplätze des damaligen Krieges bewandern, findet Denkmäler oder sogar noch direkte Überbleibsel, wie damals gebaute Tunnel.

Darüber hinaus ist die Fahrt hinauf nach Asiago sehr schön. Man fährt durch kleine Bergdörfer und schlängelt sich durch enge Kehren immer weiter den Berg hinauf.

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Damit dies kein Mammutartikel wird, schließe ich für heute und werde nächste Woche eine zweiten Teil posten.

 

 

 

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