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Die kleinen Dinge

imageGestern war Freitag. Und Freitag Nachmittag ist so der Moment, an dem ich all das im Haushalt erledige, was wir unter der Woche noch nicht geschafft haben. Da bleibt mal mehr und mal weniger übrig. Gestern eher mehr. Ich hatte Spätdienst und somit nicht mehr viel Zeit, da mein Mann bald heim kam und wir dann Freunde besuchen wollten.

Ich war also minimal gestresst und meine extreme Müdigkeit an dem Tag setzte dem Ganzen noch die Krone auf.

Der Müll musste auch schon wieder geleert werden. Nachdem ich leicht genervt die Tüten aus den Mülleimern geholt hatte, lief ich schnell in den Garten wo unsere Mülltonnen stehen. Während ich in Richtung Tonnen lief fiel mir auf, dass das metallene Fensterbrett des gegenüberliegenden Fensters rötlich leuchtete. Das verwirrte mich kurz, ich drehte mich um und sah direkt in den Sonnenuntergang. Ein Blick, ein Gedanke „ach, die Sonne geht auch schon unter“ und weiter ging es. Als ich im Garten fertig war und mich auf dem Weg zum Haus befand, da  fiel mir erst auf wie schön dieser Sonnenuntergang eigentlich war! Ich konnte nicht anders als kurz stehen zu bleiben und in mir kämpfte es zwischen der vielen Arbeit, die noch zutun war und der Verlockung, meine Kamera zu holen (ja, das Kreuz mit den Hobby-Fotografen…) und den Anblick zu genießen.

Die Kamera gewann und so suchte ich mir einen Platz in unserem Garten, von dem aus ich einen besseren Blick hatte. Es waren nur wenige Minuten, aber ich genoss den Blick auf den verfärbten Himmel, schoss ein paar Fotos und hatte kurz Zeit meinem Gott für die kleinen Dinge zu danken, wie eben diesen wunderschönen Sonnenuntergang.

Dieser Sonnenuntergang war mit eins der Highlights an diesem Tag. Er war etwas anderes als die Arbeit, der Stress und der Zeitdruck. Er hat mich an Gottes Liebe und Fürsorge erinnert. Und fast hätte ich ihn verpasst, ihn nicht mal eines Blickes gewürdigt.

Das war für mich eine Erinnerung um im Alltag öfter nach den kleinen Dingen Ausschau zu halten. Nach den Dingen, die sich nicht lautstark im den Vordergrund drängen und nach den Dingen, die nicht im Terminkalender vermerkt sind.

Wenn man mit Kindern spazieren geht, dann ist alles plötzlich spannend und interessant. Da fällt auf, wenn etwas anders ist als sonst. Da werden Enten auf dem Fluss und Blumen am Straßenrand plötzlich wichtig. Manchmal wäre in dieser Hinsicht so ein bisschen mehr Kind in mir vielleicht gar kein Fehler.

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