Fastenzeit · Glaube · Leben · Social Media

Facebook – ich bin dann erstmal weg…

Facebook – eins der größten sozialen Netzwerke weltweit. Natürlich habe auch ich einen Account dort. Schließlich hat das fast jeder. Und ich hatte sogar schon einen Account bevor es in Deutschland fast schon verpflichtend war – ob das jetzt positiv oder negativ ist, das ist wohl Interpretationssache. 

Tatsächlich erinnere ich mich noch daran, dass ich diese neue Plattform anfangs komisch und verwirrend fand. Kein Wunder, denn der Maßstab waren damals icq, die VZ-Seiten oder „wer kennt wen“. Im Laufe der Zeit (und allen möglichen Trends wie farmville oder unterschiedlichen Tests, die man machen konnte) wurde es dann immer weniger komisch und gehörte irgendwann einfach dazu. Meine Zeit in Facebook ist wohl noch gestiegen, seitdem es Apps auf dem Handy gibt und man nicht extra einen Computer hochfahren und sich einloggen muss. Auch die Art und Weise der Nutzung hat sich verändert. Am Anfang wurde viel gespielt und man hat nach und nach immer mehr Leute aus dem Freundeskreis in dem Netzwerk gefunden. Dann kam die Zeit, in der ich Facebook viel zur Kommunikation genutzt habe. Icq wurde weniger beliebt und man schrieb sich auf Facebook und größere Gruppen fanden sich in entsprechenden Seiten des Netzwerks wieder. Beispielsweise Klassen oder Jugendgruppen. 

Während ich anfangs noch viel geteilt habe, lese ich mittlerweile eher still mit und pflege einige Kontakte. Der Großteil der Kommunikation spielt sich für mich aber zwischenzeitlich auf whatsapp ab. Facebook nutze ich trotzdem noch täglich, meistens aus Gewohnheit und wenn ich gerade nichts anderes zu tun habe. Insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass Facebook immer mehr in den Hintergrund rückt und Plattformen wie twitter oder Instagram mehr Bedeutung erlangen. 

Apropos – meinen Instagram-Account habe ich Ende letzten Jahres gelöscht. Einfach weil ich festgestellt habe, dass es nur Zeit raubt und ich mit allen meinen wirklichen Kontakten dort auch über andere Wege kommuniziere. Beispielsweise eben über whatsapp.

Seit drei Tagen ist nun die Fastenzeit angebrochen. Eigentlich wollte ich mit einer Freundin gemeinsam eine Challenge abwandeln und jeden Tag auf andere Dinge verzichten oder Neues ausprobieren. Da ich mich momentan aber in meine neue berufliche Situation einfinde und sowieso alles anders ist als sonst, habe ich nach etwas anderem gesucht. 

Ich faste Facebook. Anfangs kam mir das echt schwer vor. Und tatsächlich habe ich am ersten Morgen vergessen, dass ich darauf verzichten will und bin nach dem Aufstehen einfach hineingegangen. In den ersten zwei Tagen ist es mir dann noch ein paar mal passiert, dass ich gewohnheitsmäßig auf die App getippt habe und diese dann sofort wieder geschlossen habe. So habe ich erstmal gemerkt, wie oft ich „mal kurz“ reinschaue um beispielsweise Wartezeiten zu überbrücken. 

Und doch jetzt trotzdem die Überraschung: Facebook fehlt mir bisher nicht. Ich muss tatsächlich nicht wissen, was meine Freunde virtuell so treiben um glücklich zu sein. Und ich habe plötzlich Zeit übrig! Und das gar nicht mal so wenig. 

Ob es meinem Account auf Facebook nach den sieben Wochen gleich wie meinem Instagram-Account ergehen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Aber ich habe vor, dauerhaft etwas an meinem „facebook“-Verhalten zu ändern. Mein Ziel für die nächsten Wochen ist es nun erstmal, die gewonnene Zeit tatsächlich sinnvoll zu nutzen und nicht mit noch mehr virtueller Aktivität zu füllen. Beispielsweise möchte ich mehr lesen und hauptsächlich mehr Zeit mit Gott verbringen – denn darum geht es in der Fastenzeit ja.  

Advertisements

2 Kommentare zu „Facebook – ich bin dann erstmal weg…

  1. Oh, das kommt mir bekannt vor. Ich habe zwar unabhängig von der Fastenzeit mal entschieden zwei Monate auf fb zu verzichten, aber seitdem gibt es den Account gar nicht mehr. Dieses Jahr sind bei mir Serien und Pinterest dran, und mir geht es da ähnlich wie dir. Man merkt erst, wie oft man tatsächlich darauf zurückgreift, wenn man jedes Mal denken muss ‚Ach nein, ich faste ja!‘
    Viel Erfolg und Segen dabei!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s