Bibel · Glaube

Reben, gute Jahrgänge und was die Bibel damit zutun hat

Diesen Sommer, bei einer Fahrt durch italienische Weinberge, konnte ich nicht anders, als an den Vers vom Weinstock und den Reben zu denken. Was für ein starkes Bild für unsere Beziehung zu Gott!

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

– Johannes 15,5

Klar, die Rebe hängt am Weinstock und erhält durch ihn alle Nährstoffe um zu wachsen und eine gute, leckere Ernte zu werden. Vielleicht sogar ein guter Jahrgang in so manchem Weinkeller. Trauben, die herunterfallen und eben nicht mehr mit dem Weinstock verbunden sind, werden niemals Frucht bringen. Kein Weinbauer denkt sich „Ach, die kleine, schrumpelige, bittere Traube, die da noch am Boden liegt…. Die brauche ich für den Wein!“

„In ihm bleiben“ heißt also erst einmal mit Gott verbunden sein, mein Leben mit ihm und auf ihn ausgerichtet zu leben.

Das ist sonntags oder auch auf christlichen Freizeiten, wo jeder Christ ist, man singt und Input bekommt, gar nicht so schwer. Vielleicht auch noch während dem Urlaub, wo nicht minütlich neue und wichtige Dinge unsere Gedanken bestimmen.

Aber im Alltag? Muss ich 24 Stunden nur an Gott denken, um mit ihm verbunden zu sein? Das schafft ja keiner. Richtig. Und darum geht es auch nicht. Aber es geht darum, feste Momente zu haben, in denen ich mich auf meine Beziehung zu Gott konzentriere und mich ausrichte.

Eine gute und grundlegende Sache ist da die stille Zeit (oder wie auch immer man das nennen mag). Eine Zeit am Tag, die fest für Bibel lesen und Gebet reserviert ist.

Bei mir ist das die Zeit nach dem Frühstück. Ich trinke da dann auch immer meinen Tee, der mir während dem Frühstück noch zu heiß war – aber den braucht es nicht wirklich. Doch was es braucht, ist Gewohnheit.

„In ihm bleiben“ ist fortlaufend. Da reicht es nicht, einmal in der Woche mit Gott in Kontakt zu treten. Und obwohl ich sehr gern in der Bibel lese und mich tatsächlich meist auf meine stille Zeit freue – Ich habe nicht immer morgens Lust darauf. Weil   diese Zeit aber einen festen Platz in meinem Alltag hat und sie mir zur Gewohnheit geworden ist, mache ich es dann aber trotzdem. Und ich habe es noch keinen Tag bereut.

Und: Wer sich morgens auf Gott ausrichtet, wird auch den weiteren Tag eher mal daran denken, kurz zu beten oder darüber nachdenken, was Gott wohl von der aktuellen Situation hält. Denn, mit was wir uns beschäftigen und umgeben, das prägt und bestimmt auch unser Denken und Handeln. 

Natürlich ist die stille Zeit und das Gebet nicht der einzige Weg, „in ihm zu bleiben“, aber es ist ein wichtiger Aspekt.

Insgesamt liegt eine Verheißung darauf, „in ihm zu bleiben“: Die Frucht. Wir werden nützlich für Gottes Werk sein und Gott wird uns gebrauchen. Und anders als Trauben, haben wir die Entscheidung und müssen etwas investieren: Wollen wir am Weinstock bleiben? Ich persönlich fände es schade, als bittere Traube auf dem Boden zu liegen, wenn ich – bildlich gesprochen- Potenzial habe, zu einem richtig guten Jahrgang zu werden! 

Wir haben einen Gott, der in Kontakt zu uns treten will und es liebt, wenn wir Zeit mit ihm verbringen – das ist ein wahnsinniges Vorrecht, gerade wenn man die Gottesbilder anderer Religionen betrachtet.

Also: Bibeln auf – und am besten täglich!

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2 Kommentare zu „Reben, gute Jahrgänge und was die Bibel damit zutun hat

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