Ehe · Glaube · Leben

Warum mein Mann Christ ist 

Heute soll es nicht um die persönlichen Gründe meines Mannes gehen, ein Christ zu sein, sondern darum, warum ich eben genau mit einem verheiratetet bin. War es Zufall, dass ich jemanden geheiratet habe, der meinen Glauben teilt? Nein. Und die Gründe dafür gibt es jetzt. Um hier nicht negativ und moralkeulenschwingend zu reden, geht es nicht darum, warum jemand anders keinen „Ungläubigen“ heiraten sollte, sondern warum ich es gut finde, mit einem Christen verheiratet zu sein.

  1. Die gemeinsame Grundlage: Eine Beziehung kann man auf vielem aufbauen. Am besten tut man dies aber auf etwas starkem und standhaften. Ein Haus würde man wahrscheinlich auch nicht auf Treibsand bauen. Mein Glaube hat sich in meinem Leben als standhaft erwiesen und meine Ehe ebenfalls auf diesen Grundstein zu setzen, schien mir also sinnvoll. Eine gemeinsame Grundlage ist wichtig und Gott als diese zu haben, ist meiner Meinung nach das sicherste und haltbarste. 
  2. Der gemeinsame Ausblick: Der Glaube an Jesus ist für mich mehr als nur Nebensache, sondern etwas, was mein Leben prägt und verändert. Mit meinem Partner in dieser Hinsicht in die gleiche Richtung zu schauen, war und ist mir echt wichtig. Beispielsweise würde ich gern noch eine Bibelschule besuchen oder sogar in die Mission gehen. Das wäre mit einem Partner, der meinen Glauben nicht teilt, wohl nicht möglich. 
  3. Den Glauben gemeinsam (er)leben: Ganz praktisch im Alltag. Der Satz „Ich bete heute für dich“ oder „bei mir steht heute dies und das an, kannst du dafür beten?“ ist bei uns an der Tagesordnung. Zudem können wir gemeinsam beten, in der Bibel lesen oder über selbst gelesenes reden. Wir besuchen gemeinsam Gottesdienste, diskutieren über den Glauben und so weiter. Ich finde all diese Dinge echt schön. Wir haben definitiv noch mehr Gemeinsamkeiten (und es ist auch super wichtig, diese über den Glauben hinaus zu haben) aber aus allen Gemeinsamkeiten möchte ich die alltäglichen Erlebnisse, die den Glauben betreffen, am wenigsten missen.
  4. Teilen statt nur Akzeptanz: Es gibt unglaublich viele tolle Menschen, die eben keine Christen sind. Und die den christlichen Glauben ihres Partners akzeptieren und ihn nicht davon abbringen wollen würden. Und ich kann in vielen Lebensbereichen gut damit klarkommen, wenn mein Mann diese nur akzeptiert oder respektiert und nicht unbedingt teilt – Beispielsweise meine Liebe zum schreiben. Doch mein Glaube ist für mich ein elementarer Bestandteil meines Lebens und hierbei könnte ich nicht nur mit Respekt und Akzeptanz leben. Etwas was mir so wichtig ist, möchte ich teilen.
  5. Das Umfeld prägt: Mit was wir uns umgeben, prägt uns. Ob wir wollen oder nicht. Und ich glaube, dass es positiv ist, wenn mein Mann dieselben grundlegenden Dinge gut findet, die ich auch gut finde und dieselben Grundlagen für sein Leben hat, wie ich. Gehören beten und Bibellesen bei ihm zur Routine, motiviert und prägt mich das ebenfalls. Mit ihm lebe ich schließlich in der engstmöglichen Beziehung. Würde er in diesen Punkten etwas völlig anderes als ich praktizieren, könnte sich das langfristig auch auf meine Gewohnheiten auswirken. 

Ich kann Christen echt ans Herz legen, sich einen Partner zu suchen, der in dieser Hinsicht zu ihnen passt und sein Leben an denselben Dingen ausrichtet: An Gott und der Bibel. Ich glaube übrigens, dass die Bibel nicht deshalb genau dazu rät, um mögliche Heiratskansidaten gleich mal kategorisch auszuschließen – Sondern weil Gott weiß, dass eine Ehe durch ein gemeinsames Glaubensleben bereichert wird und dass es einfach leichter und unkompliziertr ist, ihm zu dienen, wenn der Lebenspartner in dieser Hinsicht in die gleiche Richtung strebt. Eine Ehe mit einem Andersgläubigen ist nicht unmöglich, aber viel komplizierter (zumindest was Glaubensfragen angeht). Ich könnte mir nicht vorstellen, mit jemandem so eng zusammen zu leben, der in diesen Punkten anders glaubt. Weil ich es eben super schön finde, all diese Dinge zu teilen und beispielsweise neue Entdeckungen in der Bibel nicht für mich behalten zu müssen. Mein Mann kann mich in meinem Glauben bereichern und weiterbringen – warum sollte ich darauf verzichten? 

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19 Kommentare zu „Warum mein Mann Christ ist 

  1. Als ich vor 5 Jahren zum Glauben kam, war ich froh dass auch mein Mann den christlichen Glauben annahm, so haben wir jetzt eine gemeinsame Grundlage. Der Glaube zu Jesus hat unsere Beziehung gefestigt und vertieft.

    Gefällt 5 Personen

    1. Da hast du aber ein großes Geschenk bekommen. Ich kenn doch inzwischen einige Ehen wo nur einer zum Glaube fand. Und der andere es aus Liebe toleriert, sieht ja auch die positive Entwicklung, aber es selbst nicht mitgehen kann. Bin froh für dich.

      Gefällt 2 Personen

  2. Das hast Du gut beschrieben. Es ist so wichtig, sich gerade auf seelisch-geistiger-spiritueller Ebene auf Augenhöhe zu begegnen. Auf der gleichen Grundlage zu stehen. Zu wissen, was trägt, wenn sonst nichts mehr trägt. Auch ich habe das große Geschenk, mit solch einem Menschen mein Leben teilen zu dürfen. Wir zelebrieren unseren gemeinsamen Glauben nicht zusammen, wir leben ihn, jeder auf seine Art und doch gemeinsam. Es ist ein Versprechen vor Gott, was wir uns gaben.

    Für uns waren und sind diese Zeilen verbindend:

    Grüße & guten Morgen !

    Gefällt 4 Personen

  3. Ich finde, das hast du echt schön erklärt. Für mich waren es auch ganz ähnliche Gründe und ich fande und finde es oft sehr schwer, anderen Menschen zu erklären, warum mir der gemeinsame Glaube so wichtig ist. Also vielen Dank für deinen Input – der hat meine Gedanken zu diesem Thema nochmal schön zusammengefasst 🙂

    Gefällt 3 Personen

    1. Danke für deine lieben Worte! 😊 ich verstehe, was du meinst- das Thema ist ziemlich heikel und man fühlt sich schnell arg „ausgrenzend“ wenn man „nur“ jemand christlichen heiraten will und das erklärt. Dabei hat es ja nun mal gute Gründe 😊 liebe Grüße!

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  4. Super Erläuterung zu diesem schwierigen Thema ohne Moralkeule! „Ein Fleisch“ (Matthäus 19, 6) mit einem Ungläubigen, das wäre sehr notvoll. Demgegenüber gewinnt eine Ehe mit einem gläubigen Partner Tiefe, wie ich aus persönlichem Erleben nur bestätigen kann. Herzliche Grüße Ulrich

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für deinen Kommentar! Religionskriege sind leider real, stehen für mich aber auf einer anderen Karte.
      Mit dem Partner den Glauben zu teilen und da eine Gemeinsamkeit zu haben, macht vieles einfacher. Auf andere Beziehungen überträgt sich das aber nicht zwangsläufig: Freunde habe ich aber auch viele andersgläubige und finde Kriege um der Religion Willen weder gut noch zielführend 😉 liebe Grüße!

      Gefällt 1 Person

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