Glaube · Religion · Schöpfung

Von Staunen, Kreativität und warum ich an einen Schöpfer glaube 

Letztens war ich während meines Urlaubs in der Wilhelma, einem zoologischen und botanischen Park, zu Besuch. Und nachdem ich mir dort für einige Stunden, die Tiere und Pflanzen angesehen hatte, war mir eins wieder neu bewusst: Gott ist so kreativ. 

Von majestätischen Raubkatzen, riesigen Elefanten, bis hin zu flinken und frechen Affen, uralten Schildkröten und Insekten, die sich als Stöckchen tarnen. Allesamt unterschiedlich und für ihre Umgebung und Bedürfnisse ideal angepasst.  

In der Pflanzenwelt sieht es nicht anders aus. Alle Pflanzen sind sehr funktional ausgestattet – und dabei meistens noch sehr schön. Und weiter in der Natur, geht es mir da nicht anders. Jedes Mal, wenn ich in den Alpen bin oder darüber fliege, kann ich nur staunen. Staunen über die atemberaubende Schönheit und die Majestät, die sie ausstrahlen – für mich deutlich ein Zeichen für Gottes Handschrift. 

Und wenn ich mir dann noch die Menschen anschaue – unsere Körper funktionieren (meistens) genau so, wie sie sollen. Alles, jede Zelle hat ihre Funktion und Aufgabe. Alle Organe, die wir brauchen, sind da. Wir können denken, fühlen und handeln; können lernen und lieben, sprechen und hören. Allein die Tatsache, dass aus ein paar Zellen, innerhalb weniger Monate ein Mensch entstehen kann, in dem Millionen von Zellen ihre Arbeit tun, der lebt und atmet, ist für mich ein Wunder.

Wir leben auf einem Planeten, der gerade warm genug für uns und ebenfalls gerade kalt genug ist, damit wir nicht verbrennen. Wir befinden uns in der perfekten Entfernung zur Sonne und es gibt Sauerstoff zum atmen, der uns durch die Pflanzen auch erhalten bleibt. Unsere Flugbahn im Universum ist so, wie sie sein muss; die Geschwindigkeit ebenfalls so, dass die Distanz zur Sonne gleichbleibend gewahrt wird. Kleinste Änderungen an diesen und anderen Faktoren würden unser Leben hier ziemlich zügig beenden. (Wer sich noch mehr in solche und andere wissenschaftliche „Spielereien“ reinlesen mag, kann das hier tun. Um die Wahrheit all der Aussagen dort zu hundert Prozent attestieren zu können, kenne ich mich zu wenig in den Naturwissenschaften aus; aber der Artikel wirkt fundiert und logisch. Falls jemand von euch da studierter als ich ist, freue ich mich natürlich über eine Rückmeldung dazu.)

Wenn ich also so einen Blick in die Schöpfung werfe, wenn ich mir die Natur ansehe, die Tiere, den Menschen – dann muss ich eines feststellen: Ich kann nicht glauben, dass all das durch Zufall entstanden ist. Das ist für meinen Verstand zu viel Perfektion, Genauigkeit und Schönheit, als dass es einfach so auf dem „Nichts“ entstanden wäre. Mein Verstand sagt mir, dass da mehr sein muss. 

Deshalb, ja: Ich glaube an einen Schöpfer. Ich glaube, dass sich jemand die Natur, die Tiere, die Pflanzen und die Menschen liebevoll ausgedacht hat. Und ich glaube, dass Gott dieser Urheber ist. 

Wissenschaft empfinde ich trotzdem nicht als sinnlos. Glaube und Logik widersprechen sich nicht, ganz im Gegenteil. Viele Wissenschaftler waren und sind der gleichen Meinung – unter ihnen Kepler, Newton oder Kopernikus. 

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ – Werner Heisenberg 

Unter Christen wird immer wieder diskutiert, ob die sechs Schöpfungstage aus der Bibel, wirklich sechs Tage in unserer Zeitrechnung waren. In der Bibel wird erwähnt, dass ein Tag bei Gott tausend Jahre sind und somit wäre es nicht auszuschließen, dass die Welt in einer viel längeren Zeitspanne erschaffen wurde, als in menschlichen sechs Tagen. Nun, dazu habe ich ehrlich gesagt keine abschließende Meinung. Aber ich weiß, dass einGott, der diese Welt in all ihrer Perfektion erschaffen kann, dies auch in sechs Tagen unserer Zeitrechnung tun kann. Einem solch mächtigen Gott würde ich das auch in sechs Minuten zutrauen.

Er (der Naturwissenschaftler) hat die Berge der Unwissenheit erklommen; (…) als er sich über den letzten Felsen nach oben zieht, wird er von einer Gruppe Theologen begrüßt, die schon seit Jahrhunderten hier sitzen. – Robert Jastrow 

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7 Kommentare zu „Von Staunen, Kreativität und warum ich an einen Schöpfer glaube 

  1. Du sprichst mir aus der Seele .. jeder ernsthafte Naturwissenschaftler kommt irgendwann an einem Punkt wie Heisenberg. Evolution und die Schöpfungsgeschichte der Bibel widersprechen sich nur, wenn man die Texte wörtlich nimmt. Von Menschen als Kinder ihrer Zeit für Menschen geschrieben, sind 7 Tage überschaubar dargestellt 🙂

    Auch unsere Entwicklung unterliegt der Evolution, Gottes Fahrplan für uns.
    In einem Menschenleben sind es Jahrzehnte, für die gesamte Menschheit viele Jahrzehntausende.

    Danke & Grüße !

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    1. Das stimmt, als Wissenschaftler müsste man irgendwann wahrscheinlich die Augen ziemlich verschließen, um tatsächlich noch daran zu glauben, dass es keinen Schöpfer gibt 😊Ich bin wirklich gespannt, spätestens im Himmel, zu erfahren, wie genau die Wissenschaft sich dann in den Schöpfungsbericht eingliedert 😊 ich persönlich kann mir auch gut vorstellen, dass es eben tatsächlich in kürzerer Zeit entstanden ist; ein Freund der Evolution bin ich auch nicht unbedingt, aber wie du geschrieben hast – die sieben Tage müssen eben nicht sieben Tage unserer Zeit sein; Gottes Fahrplan ist oft ein anderer.
      Liebe Grüße!

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  2. Du sprichst mir aus der Seele! Ja, egal ob 6 Minuten, 6 Stunden, 6 Tage … oder wie auch immer, alles spricht dafür, dass es nicht „von selbst“ entstanden ist. Für mich ist es kein Glaubensakt, einen Schöpfer hinter dem Ganzen zu sehen; für ein zufälliges Entstehen bräuchte ich hingegen eine Menge Glauben! Fragt sich nur, woran … 😉

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